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Sony
SCD-1 / SCD-777
 *** Reparatur-  & Geräte-Service ***

aktualisiert am 04.06.24

 

 

SCD-1 / SCD-777

Die Ersatzteilbeschaffung ---  meine Alternative für Sie

Ob billig oder teuer in der Anschaffung, kaputt gehen sie alle irgendwann. Alterung und Verschleiß sind Teil des Lebens. Irgendwann wird die erste Reparatur fällig und damit fangen dann auch schon die Probleme an. Die erste Frage lautet immer, wer kann solche Geräte noch reparieren und dann kommt schon die zweite Frage, wer hat noch Ersatzteile für dies exklusiven Geräte.  Das leidige Problem der Ersatzteilbeschaffung ist nicht neu, wir kennen das schon von Vorgängermodellen zum Beispiel CDP X779, CDP X707, X777 oder auch die XA Serie XA7, XA50 und XA5.  Diese Geräte sind meistens alle noch im sehr guten Zustand, werden aber dennoch so nach und nach  ihren Geist aufgeben, da das Herzstück, die Lasereinheiten, nicht mehr zu bekommen sind. Dazu noch eine kleine Bemerkung. Bevor Sie ihren XA7 oder das kleinere Modell, den XA50 entsorgen, rate ich Ihnen, doch noch mal genau prüfen zu lassen, ob der Fehler nicht ein anderer ist, wenn keine CDs mehr gelesen werden. Ich hatte schon sehr oft Geräte aus dieser Serie da gehabt, die aus einer anderen Werkstatt kamen, wo es lapidar hieß, Laser defekt, nicht reparierbar! Und in Wirklichkeit war es gar nicht der Laser.

Aber kommen wir wieder zurück zu den beiden SACD-Geräten der ersten Generation.

Genau genommen stellen diese beiden Geräte für Ihre Zeit eine technische Meisterleistung dar, die zu recht mit der Eigenschaft  High-End bezeichnet wird. In der Regel braucht es fast 10 Jahre Entwicklungszeit, um den alten Entwicklungsstand durch einen neuen abzulösen, der dann bei Sony zuerst immer durch eine 1er Serie vorgestellt wurde, die für viele ein Traum war und blieb. Wer konnte es sich das schon leisten für einen einen SACD-Player 15.000 DM zu bezahlen, der  Normalverdiener, verheiratet und drei Kinder mit Sicherheit nicht. Aber, bei Sony hat man auch eine Herz für den kleinen Geldbeutel, so dauerte es auch nicht lang, bis aus der Massenproduktion die ersten bezahlbaren SACD-Player auf dem Markt kamen.

Aber kommen wir wieder zurück zu unserem Ersatzteilproblem.

Wir haben hier das Glück, dass es von Sony Geräte gibt, die  teilweise mit den gleichen Prozessoren und Lasereinheiten bestückt sind, wie die beiden großen Top-Modelle, für die es abs keine Ersatzteile mehr bei den Ersatzteilvertrieben gibt und genau das ist der Grund, warum man auf Spendergeräte angewiesen ist.

 Ich habe eine Liste erstellt von Geräten, die als Spendegeräte in Frage kommen, die Liste finden sie weiter unten.

Im Falle einer Reparatur gibt es nur diese eine Möglichkeit,  indem man die benötigen Ersatzteile aus einem Spendergeräte heraus nimmt, was allerdings mehr als doppelt so viel Arbeit macht.

Die größten Sorgen bereiten mir aber immer noch die Lasereinheit und der Diskantrieb. Laser gibt es viele auf dem Markt und es  werden immer noch gebrauchte Laser auf den Onlineplattformen angeboten. Aus der Erfahrung heraus, kann ich solche Käufe nicht empfehlen, es sei denn sie wollen nur CDs abspielen und keine SACDs. Betrachten wir das ganze realistisch, wenn da eine gebrauchte KHS-180A für unter 200€ als voll funktionstüchtig angepriesen wird, dann muss die ganze Sache doch einen Haken haben, wenn man anderswo 650€ und mehr dafür bezahlen muss. Vom Preis eines nagelneuen Twin-Lasers will ich erst gar nicht reden.

Zudem darf  man nicht vergessen, dass die Qualität des Laser einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Klang hat, sollte diese unfachmännisch ausgebaut worden sein z. B. ohne ESD-Schutz, ist die Qualität des Bauteils allein dadurch schon erheblich gemindert. Das ist aber noch nicht alles, sollte der Laser starken Verschleiß haben bleibt auch der Jitter hoch,  auch bei 100% korrekter Einstellung.  Sollte der Verschleiß extrem weit fortgeschritten sein, dann ist es nicht möglich einen elektronischen Abgleichprozess bis zum Ende durchzuführen, es ist dann nur noch eine mechanischer Abgleich möglich.

Fazit: Ein gebraucht gekaufter Laser von irgendeiner Onlineplattform wird keinen HiFi-Enthusiasten zufrieden stellen, dafür sind die Qualitätseinbußen, die durch unsachgemäßen Ausbau und Umgang entstanden sind zu hoch. Einen guten gebrauchten Laser zu erwischen ist und bleibt ein Glückspiel. An dieser Stelle möchte ich an alle Werkstätten den Tipp geben, für den Fall, dass sie an so einem Gerät den Laser wechseln wollen oder müssen und  nicht über die drei Adjustments -CDs verfügen, ist es ratsam, die elektrischen Einstellungen im Gerät auf keinen Fall zurückzusetzen, das gilt vor allem dann, wenn sie sich nicht sicher sind, ob der neue, gebrauchte Laser 100% in ordnung ist. Weicht dieser von seien elektrischen Eigenschaften her erheblich von dem alten Laser  ab, wird man nicht umhin kommen, einen kompletten Neuabgleich sowohl mechanisch wie auch elektrisch durchzuführen. Wobei ich an dieser Stelle sagen muss, dass der Abgleich bei weitem nicht so einfach durchzuführen ist, wie er im Manual beschrieben wird. Es gehört schon eine ordentliche Portion Erfahrung dazu, wenn man ein gutes Ergebnis erreichen will. Der Wille allein reicht nicht aus. Noch viel schwieriger wird es, wenn ein gebrauchter, noch gut erhaltener Laser eingebaut wird. Hier ist es meist so, dass der Laser für die SACD-Spur i.dR. erheblich mehr jittert als der für die CD-Spur, und das führt sehr oft  oft zu einer falschen mechanischen Einstellung, wenn man dieses Problem nicht kennt.

Hat der gebrauchte Laser die Qualität eines neuwertigen, dann reicht es i.d.R., wenn  sie nur die Mechanik optimal ausrichten, der Player sollte dann alle Formate ohne Schwierigkeiten lesen können.

Meine Ersatzteillösung für Laser und andere Halbleiter, sieht inzwischen so aus (wurde bereits oben angedeutet), dass man aus noch funktionierenden DVD-Geräten, die teilweise mit den gleichen Lasern und Halbleitern bestückt sind, entnimmt. Also genau das Verfahren, was ich oben bereits kritisiert habe nur mit dem einen Unterschied, dass diese Geräte vor der Bauteileentnahme auf Herz und Nieren geprüft werden. Zudem findet die Bauteileentnahme unter viel besseren Bedingungen statt, nämlich fachgerecht und auf einer ESD-sicheren Werkbank.

Leider ist das Angebot an Ersatzteile Spendergeräte hier in Europa sehr mager viel besser sieht es dagegen in den USA aus. Hier in Europa muss man den Markt lange beobachten und dann zuschlagen, wenn man glaubt, dass dieses eine Gerät  genau das richtige ist - Nieten sind dennoch unvermeidbar vor allem dann, wenn man die Geräte aus den USA bezieht, da die Jungs es dort mit der Funktionsbeschreibung nicht so genau nehmen.

Hier ist eine kleine Liste von Geräten, in der die KHS-180A und diverse Halbleiter, die wir auch im SCD-1 / SCD777 finden, verbaut sind, siehe Bild:

 

 

Sehr gute Erfahrungen habe ich mit dem DVP S 7700 gemacht. Da dieses Modell auch hier in Deutschland verkauft wurde, lässt sich meisten vor Ort relativ einfach prüfen, ob der Laser noch brauchbar ist oder nicht.

Der SCD-1 / SCD-777  bestehen ja nicht nur aus einem Laser, der kaputt gehen könnte deswegen hier  mal eine kleine Aufzählung von häufigen Defekten:

-          Zerstörtes Sphir-Lager

-          Defekter RF-Amp

-          Schlecht arbeitender Stellmotor

-          Gebrochene Flachbandkabel

-          Nicht mehr einwandfrei arbeitendes RF-Board

-          Verschlissene Lasereinheit

-          Defekter Spindelantrieb

-          vorzeitig gealterte SMD Elkos

-          usw

 

RF-Board / RF-Amp
Was leider auf dem Markt überhaupt nicht zu bekommen ist, das RF-Board. Meisten ist nur der RF-Prozessor defekt und dann läuft das Ding in der Regel aber, wenn das mal nicht der Falls, hat man ein größeres Problem. Gott sei Dank, kommt das extrem selten vor.
Saphirlager
Ein zerstörtes Saphirlager ist zwar nicht 1:1 ersetzbar aber es gibt Möglichkeiten, es durch etwas anderes zu ersetzten.

Alle anderen aufgezählten Fehler wie zum Beispiel Stellmotor,  Flachbandkabel  und diverses Prozessoren sind in der Regel ersetzbar.

zerstörtes Saphirlager

 


Bildergallerie:

RF-Amp: Hier kann man dann das Ergebnis sehen. Allerdings stellt dieses kleine IC, das gleich nach dem Laser kommt, besonders hohe Ansprüche an die Reflow Lötarbeiten. Die Beinchen liegen dermaßen eng beieinander, das die Dicke eines Haares dagegen riesig ist.
 

 

Sony Servo-Prozessor: So ein IC mit fast zweihundert Beinchen neu aufzulöten ist eine kleine Herausforderung. Die Schwierigkeit besteht nicht darin es aufgelötet zu bekommen sondern es so auf die Platine zu löten, das keine Nachlötarbeiten nötig sind. Das geht nur mit einer programmierbaren Heißluftlötstation. Wenn das Gerät sehr gut programmiert ist und perfekt arbeiten dauert der ganze Lötprozess maximal 200 Sekunden und der IC ist perfekt aufgebracht. Kommt es aber  zu Nachlötarbeiten oder wird der IC sogar von Hand mit dem Lötkolben aufgelötet, ist das eine große thermische Belastung für den IC, solche Lötarbeiten bezeichne ich als unprofessionell und führen zwangsläufig zu einer Klangminderung des ganzen Geräts. Auch sollte man keine Flussmittel benutzten , die eine Reinigung erfordern. Am besten ist es, wenn berührungslos gearbeitet wird. Den IC, den Sie oben sehen musste einem DVD-Player entnommen werden, da es den Prozessor bei Sony als Ersatzteil nicht mehr gibt.
 

 

Wenn das auf Ihrem Display erscheint, haben Sie eine Problem mit dem RF-Board.
 

 

 

Reparatur & Abgleich-Service

 

Der Abgleich:
Nach einer Reparatur muss der Laser exakt justiert werden, da es sonst zu Schwierigkeiten beim einlesen kommt andernfalls werden die CD-Formate nicht erkannt.  Die mechanische Einstellung ist ein absolutes muss, jede noch so kleine Abweichung von den idealen Werten verursacht ein Qualitätsverlust, der sich besonders stark bei der Dynamik bemerkbar macht.

Der elektronische Abgleich läuft in der Regel völlig automatisch ab, vorausgesetzt man hat die dafür notwendigen CDs.

If your device is having problems and you are interested in having it repaired, please contact us via E-Mail: wollenweber-audio@t-online.de

 

 

 


Abgleich-Service

Wichtiger Hinweise: Diese beiden Geräte-Typen müsse von zeit zur Zeit gewartet werden, um vorzeitige Alterung bzw. Verschleiß an der Mechanik zu verhindern. Mit ein bisschen Öl auf die Führungsstangen, wie ich es schon oft gesehen habe, ist es leider nicht getan (übrigens gehört da kein Öl drauf). Für die Wartungsarbeiten muss das Laufwerk zerlegt, neu justiert / eingemessen werden. Der dafür nötige Aufwand ist nicht gering, siehe  Bild unten:

 

Diese SACD-Spieler der ersten Generation sind etwas anspruchsvoll, wir haben alles, was dafür benötigt wird, um die Geräte in einem optimalen Zustand zu versetzten.

 

 
Leider verfügen nur ganz wenige Firmen über das Know How und das erforderliche Zubehör, um diese Einstellungen korrekt durch zu führen.
Bei nicht optimaler Einstellung funktionieren die Geräte zwar noch, dann ist aber mit erheblichen Klangeinbußen zu rechnen.
Es gehört schon etwas Erfahrung dazu, um die Ausrichtung des Twin Laser optimal zu justieren.

Bei Interesse siehe Startseite
KONTAKT / AGB.
 


 

Ganz neu im Programm:

 

Flachbandkabel 14-polig und 26-polig für Sony SCD-1 /SCD-777


Sonderausführung mit vergoldeten Anschlüssen  speziell für Sony SCD-1 / SCD-777

 

 

 


 

Und wie klingen diese beiden Geräte?

Wer nicht so viel lesen möchte, dem sei gesagt, es sind die besten Player, die ich jemals gehört habe.

Das lässt sich gar nicht so leicht beantworten, weil das sehr stark vom Zustand der Geräte abhängt. Gehen wir mal davon aus, dass es sich um den SCD-1 handelt und dieser sich im optimalen Zustand befindet, dann bekommen man akustisch etwas geboten, was man wahrscheinlich so zuvor noch nicht gehört hat. Ein Klangbild mit einer Performance und Präzision, die absolut einmalig ist. Es ist wirklich beeindrucken mit wie viel Kraft, Dynamik und Größe die Musik wieder gegeben wird.

Die ganz große Stärke der beiden Player ist die Wiedergabe von Stimmen, die mit so viel Kraft und Körper wieder gegeben werden, dass der Eindruck entsteht, dass der Künstler tatsächlich vor einem steht. Vorausgesetzt die Aufnahme ist von entsprechend guter Qualität. Kleine Bemerkung am Rand, da kommt auch die gute, alte Schallplatte nicht mit. Ich kann Ihnen auf jeden Fall garantieren, dass Sie mit so einem Gerät mehr Freude an der Musik haben als mit der Schallplatte. Denn die Detailinformation, die so ein hochwertiges Gerät frei setzt, ist wirklich atemberaubend. Über die ganze Bandbreite werden so viele Informationen wiedergegeben, dass Chassis und Lautsprecher im Hörraum verschwinden, sodass sie sich voll und ganz auf die Musik konzentrieren können.
In Sachen Präzision macht dem SCD-1 keiner was vor. Er schafft es bis in den tiefsten Frequenzbereich Tieftonanteile akkurat nachzuzeichnen ohne dabei steif oder kurzatmig zu wirken. Vergleicht man den SCD-1 mit dem SCD-777 so stellt man fest, dass der 777 zwar mehr Tieftonsubstanz zu bieten hat, diese aber im Vergleich zum SCD-1 viel weniger Kontur hat. Bin aber subjektiv der Meinung, dass der Tieftonanteile beim SCD-1 etwas zu kurz kommt, man kann auch sagen, er spielt einen Tick zu schlank unten rum. Das könnte aber auch daran liegen, dass der SCD-1 Fehler, die im Studio bei der Soundabmischung gemacht wurden, gnadenlos offen legt.

Mir ist bis heute kein Gerät bekannt, dass so nah am Original dran ist wie der SCD-1.  Sie werden sich jetzt fragen, was mein der denn mit Original? Damit ist gemeint, was im Tonstudio produziert wurde, der Klang, der Sound, die Soundtechnik, denn das macht der SCD-1 so deutlich hörbar wie kein anderer Player.

Noch ein Klangbeispiel: Durch die enorme Feinauflösung und Durchsichtigkeit entsteht ein atemberaubendes Klangbild, das nur so sprüht vor Informationen und Detailtiefe. Das alles schafft der SCD-1 ohne dabei das Klangbild in der Luft zu zerreißen, der dann als Sprühnebel durch den Raum geistert und dem Hörer eine besonders räumliche Wiedergabe vorgaukelt. Nein, so billig erkauft sich ein SCD-1  die Gunst des Hörers nicht.

Noch ein Klangbeispiel: Man kann Quasi vor den Augen sehen wie der Ton aus der Tiefe entsteht und sich ausbreitet. Das setzt allerdings eine extreme Ruhe und eine extreme Detailtiefe bei der Wiedergabe voraus. Die Elektronik darf sich keinen Fehler erlauben, Jede noch so kleine zeitliche Nervosität bei der Abtastung der CD und Weiterverarbeitung der digitalen Informationen würden dieses Dreidimensionale Klangbild, wie ich es eben beschrieben habe, zerstören. Ist aber das Gerät im perfektem Zustand und sind die Jitter-Werte extrem niedrig, können sie sich sowohl ein Bild von der Aufnahme wie auch von der Studioqualität machen. Je besser und modern das Studio ausgerüstet ist, desto höher der Anteil an Informationen und desto größer die Detailtiefe.
Salopp gesagt, sie können mit diesem Gerät einfach alles hörbar machen und das auch noch stressfrei.

 

 

 

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Kontakt / Bestellen :  wollenweber-audio@t-online.de

Stand: Sonntag, 28 April 2024